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Gefüllte Riesen-Zucchini mit Hackfleisch, Oliven und Feta

18 Sep

Vor kurzem habe ich ein richtig schweres Überraschungspaket von einer lieben Twitter-Freundin aus Rostock bekommen.

Überraschungspaket aus Rostock

Sie hat einen großen Garten dort und weiß, wie gerne ich mit frischen Zutaten aus eigenem Anbau koche. Ich hab mich so riesig über alles darüber gefreut! Und habe mir für jedes Gemüse eine außergewöhnliche Zubereitung überlegt.
Nur die Zucchini war soooo groß und soooo schwer, nix für einen 2 Personen-Haushalt.
Gott sei Dank hatte sich Besuch angesagt, Besuch mit immer großem Appetit 😉 Und was soll ich sagen, diese zwei prall gefüllten Zucchinihälften, die nur knapp auf das Backblech passten, -gefüllt mit der doppelten Menge des Rezeptes- wurden bis auf einen kleinen Rest aufgefuttert! So liebe ich das 🙂

Hier das Rezept für 4 Portionen:

1 Brötchen vom Vortag, 50ml warme Milch, 4 mittelgroße Zucchini (oder 2 größere, oder 1 ganz große 😉 ), 200g Feta, 80g entsteinte schwarze Oliven, 50g Schalotten, 2 Knoblauchzehen, 4 EL Olivenöl, 70ml trockenen Weißwein, 250g gemischtes Hackfleisch, 2 Eier, 2 EL Thymianblättchen, Salz, Pfeffer, 100g geriebenen Parmesan

Den Backofen auf 180Grad (Umluft 165 Grad) vorheizen. Das Brötchen in Würfel schneiden und ca. 10 Minuten in der warmen Milch einweichen. Währenddessen die Zucchini längs halbieren und die Kerne mit einem Teelöffel entfernen. Eventuell noch etwas Fruchtfleisch herauslöffeln, damit genug Platz für die Füllung entsteht. Den Feta fein würfeln, die Oliven fein hacken. Die Schalotten und den Knoblauch fein würfeln und beides in Olivenöl glasig dünsten. Dann mit dem Weißwein ablöschen. Die etwas abgekühlte Schalotten-Mischung mit dem Käse und den Oliven zum Hackfleisch geben, das ausgedrückte Brötchen, die Eier und Thymian unter das Hack geben und alles mit Salz und Pfeffer würzen (nicht zu viel Salz dazu geben, da der Feta schon salzig ist). Die Hackmasse in die Zucchinihälften geben und mit dem geriebenen Parmesan bestreuen. Alles auf ein gefettetes Backblech oder eine Auflaufform geben und im Backofen ca. 20 Minuten garen (je nach Größe und Menge der Füllung kann das auch 40-50 Minuten dauern.)

Dazu habe ich Baguette serviert. Ein Salat würde dazu aber auch noch ganz gut passen!

Guten Appetit!

Und herzlichen Dank nochmal der lieben Kathrine aus Rostock für diese gelungene, leckere Überraschung <3.

Blumenkohl-Hack-Pfanne mit Ajvar-Dip

14 Aug

Blumenkohl-Hack-Pfanne mit Ajvar-Dip

Blumenkohl hatte sich mein Mann schon seit ein paar Tagen gewünscht. Heute gab’s dann ein richtig frisches, großes Exemplar im Supermarkt um’s Eck. Also habe ich direkt zugegriffen.
Da sich dazu kurzfristig Besuch für ein paar Stunden über Mittag (oder evtl. doch nur zum Mittagessen ;-D ) angekündigt hatte, gab es eine schnelle Gemüsepfanne.

Hier das Rezept für 4 Portionen:

1 Blumenkohl, 1 Zucchini, 1 rote Paprika, 150g Kirschtomaten (uups, die hatte ich glatt vergessen, fällt mir grade auf. Hat aber nicht wirklich gefehlt!), 2 rote Zwiebeln, eine Hand voll Petersilie, grob gehackt, 3 EL Öl, 400g gemischtes Hackfleisch, Salz, Pfeffer, 200g Schmand und 1-2 EL Ajvar

Den Blumenkohl in Röschen schneiden, die Zucchini in Scheiben (je nach Größe der Zucchini in halbe Scheiben), die Paprika grob würfeln, die Tomaten halbieren und die Zwiebeln in Ringe schneiden.

Das Hackfleisch im Öl in einer großen Pfanne ca. 5 Minuten krümelig braten, mit Salz und Pfeffer würzen, rausnehmen und zur Seite stellen. Dann im Bratfett das Gemüse ca. 5 Minuten braten, 1/8l Wasser dazugeben, aufkochen und zugedeckt ca. 5 Minuten schmoren lassen. Zum Schluss das gebratene Hack und die Petersilie dazu geben und den Schmand mit Ajvar und Salz/Pfeffer abgeschmeckt dazu servieren.

Guten Appetit!

Hackbraten mit Spinat und Feta

8 Jun

Hackbraten mit Spinat und Feta unt Tomatenreis auf dem Teller

Irgendwie ist in meiner Speisenplanung der Sommer noch nicht richtig angekommen …, aber eingekauft ist eingekauft.
Also gab’s heute Hackbraten. Kann man ja auch kalt essen 😉
Ich mach ja öfter mal einen Hackbraten, immer in Variationen und meist mit Gemüse drin. Diesmal ist es TK-Spinat und Feta. Das schmeckt richtig saftig und würzig.

Hier ist das Rezept für 4-6 Portionen, je nach Hunger und Beilagen:

500g Hackfleisch, 350g TK-Blattspinat, 1 Zehe Knoblauch, 1 EL Zitronensaft, 1 Zwiebel (für die Farbe im Hackbraten nehme ich eine rote Zwiebel), 100g Feta klein gewürfelt, 1 Brötchen in Wasser eingeweicht, 2 Eier, Salz, Pfeffer, Olivenöl und getrockneten Thymian

Den Spinat auftauen, ausdrücken und grob hacken. Das eingeweichte Brötchen ausdrücken und mit dem Hackfleisch, Spinat, Feta, klein gewürfelter Zwiebel und durchgepresstem Knoblauch vermischen. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen, zu einem Braten formen und in einen Bräter legen. Mit etwas Olivenöl beträufeln und bei 250 Grad ca. 40 Minuten backen.

Juwetsch – Gemüse-Resteverwertung mit Lammhackfleisch

15 Mai

Juwetsch - fertig auf dem Teller

Das war heute definitiv der falsche Tag, um dieses wirklich köstliche Gericht zu kochen.
Ich hatte Hunger, als ich von meinem Termin heute nach Hause kam. Da bin ich ziemlich nervös, hibbelig, fast aggressiv sogar, wenn’s nicht schnell genug geht.
Aber die Zutaten waren alle im Haus. Sogar Lammhackfleisch hatte ich besorgt. Also blieb mir nichts anderes übrig, als zu schnibbeln und schnibbeln und zu braten und braten, um dann noch eine Stunde zu warten, bis das Gericht fertig aus dem Backofen endlich auf dem Teller serviert werden konnte …

Wenn ich Zutaten übrig habe, lasse ich mich in letzter Zeit sehr oft von einer sehr interessanten App inspirieren. Sie heißt „Zu gut für die Tonne“ und ist vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Hier lassen sich einzelne Zutaten eingeben, die man zu Hause übrig hat. Anschließend werden Gerichte gezeigt, die sich -meist ganz einfach und schnell- daraus zaubern lassen. Natürlich gibt’s auch einen sehr guten und ausführlichen Internetauftritt: Zu gut für die Tonne.

Das Rezept für Juwetsch habe ich mir dort ausgesucht, da ich -mal wieder- eine Aubergine übrig hatte, dazu noch Paprikaschoten, und große Lust auf Reis. Zubereitet habe ich das Gericht im Römertopf, eine meiner Lieblings-Garmethoden. (Allerdings normalerweise nur, wenn ich viel Zeit und keinen großen Hunger habe, denn es dauert und dauert …)

Hier das Rezept für 4 Personen:

Juwetsch - Zutaten

1 Aubergine, 400g Lammhackfleisch, 500ml Gemüsebrühe, 2 Zehen Knoblauch, Kräuter (habe den Balkon geplündert: Rosmarin, Salbei, Thymian, Ysop, Bohnenkraut, Schnittlauch und Petersilie), 4 EL Olivenöl, 500g Paprika (lange spitze Paprika in rot und grün passen gut), 1/2TL Paprikapulver, 3 Chili, 2EL Petersilie, gehackt, 200g Langkornreis, 500g Tomaten und 250g Zwiebeln, Salz und Pfeffer.

Zwiebeln klein würfeln und Knoblauch pressen. Beides zusammen mit dem Lammhackfleisch in 2EL Olivenöl anbraten. Salzen und leicht pfeffern. Den rohen Reis in den gewässerten Römertopf geben, mit Brühe bedecken und mit dem Paprikapulver bestäuben, die Zwiebel-Hackmasse darauf verteilen. Dann in der Pfanne 1-2EL Olivenöl erhitzen, die Paprika und Auberginen, beides grob gewürfelt, anbraten, salzen und die Chilischoten und Kräuter fein gehackt darunter geben.
Das Gemüse über die Hackmasse schichten.

Juwetsch - Vorbereitung im römertopf

Obenauf kommen grob gewürfelte Tomatenstücke, mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt. Evtl. übrige Brühe noch darüber geben, mit dem gewässerten Deckel schließen und bei 180Grad im Backofen für 60-70 Minuten garen.

Guten Appetit!

Kohlrouladen mit Sommer-Wirsing

11 Mai

Wirsingkohlrouladen Blatt mit Füllung3

Wenn der Verkäufer auf dem Markt mir nicht gesagt hätte, das das Wirsing ist, ich hätte das nicht gewusst.
Ich habe leider kein Foto gemacht, er sah aus wie eine Kreuzung aus dunklem Salat und Rosenkohl. Die Blätter waren viel glatter als beim normalen Wirsing und viel lockerer, mit langen Stielen, die man einzeln am Strunk abschneiden konnte. Das sah so ähnlich aus wie beim Rosenkohl.

Wirsingkohlblatt

Vom Geschmack her fand ich den Sommerwirsing viel milder, nicht so kräftig wie ’normalen‘ Wirsing.
Ich habe aus dem Kohl aber ganz normale Kohlrouladen gemacht und die, wie meine Mutter früher auch immer, im Backofen gegart.

Hier das Rezept für 4-6 Portionen:

1 Kopf Wirsing (ca. 1 1/2 kg), 1 altbackenes Brötchen in Wasser eingeweicht (oder 3 Scheiben Roggenknäckebrot, auch in Wasser eingeweicht, mein Geheimtipp ;-)), 1 Ei, 400g gemischtes Hackfleisch, 1 fein gehackte Zwiebel, Salz, Pfeffer, Majoran und einen guten TL mittelscharfen Senf, ca 250ml Gemüsebrühe, etwas Butter, 2 EL Schmand und 20g Mehl

Die nicht so schönen, äußeren Blätter vom Wirsing entfernen, dann die nächsten großen Blätter lösen (bei schön großen Blättern reicht 1 Blatt für Kohlroulade, ansonsten kann man auch 2 oder drei zusammenlegen. Auch die restlichen Blätter vom Kohl lösen und alles in kochendem Salzwasser kurz blanchieren, rausnehmen, abtrocken und die dicken Rippen der Blätter flach schneiden. Die restlichen, kleineren Blätter fein hacken.

Für die Füllung das Hackfleisch mit dem Ei, dem ausgedrückten Brötchen oder Roggenknäckebrot, der Zwiebel und dem fein gehackten Wirsing vermischen. Mit Salz, Pfeffer, Majoran und Senf würzen.

Die großen Kohlblätter auseinander legen, die Füllung darauf verteilen und die Blätter aufrollen.
Wirsingkohlrouladen Blatt mit Füllung

In eine leicht gefettete Kasserolle schichten,

ein paar Butterflöckchen darüber geben und im Backofen bei 180Grad ca. 40-45 Minuten garen.

Wirsingkohlrouladen fertig in der Form

Den entstandenen Bratsud mit dem Weizenmehl und dem Schmand binden und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu passen Salzkartoffeln oder Kartoffelbrei.
-Bei uns gab es früher dazu Kartoffelsalat, noch lauwarm. Das mag ich auch heute noch sehr gerne dazu.-

Wirsingkohlrouladen fertig auf dem Teller

Guten Appetit!