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Kinder-Pasta-Schule bei Babette – gefüllte Nudeln in Butter-Salbei

5 Aug

Kinder-Pasta-Schule bei Babette

Mit Kindern kochen macht mir immer viel Freude! Ich mach das ab und zu mit Kindern von Freunden. Das ist dann für alle Beteiligten mal ein bisschen Abwechslung vom Alltag: Ich freue mich auf die Kinder, die Kinder auf was Neues und die Eltern auf eine kleine Auszeit. Und auf ein meist leckeres Essen anschließend 😉

Diesmal kamen außer Hannah, der Tochter meiner Freundin, die sich bei uns schon ganz lange wie Zuhause fühlt, noch Charlotte und Konstantin. Sie waren das erste mal -zum kochen- in meiner Küche und ziemlich aufgeregt. Sie hatten sich schon länger auf das Nudeln machen mit Babette gefreut. Die Drei haben sich alles nur kurz zeigen lassen und dann gleich losgelegt: Alles durften sie alleine machen: Das Mehl abwiegen, die Eier aufschlagen, den Teig kneten, durch die Nudelmaschine kurbeln, die Spaghetti zum trocknen aufhängen, die Füllung für die gefüllten Nudeln abwiegen und zusammenrühren, die gefüllten Nudeln ausschneiden, füllen und zudrücken, kochen und natürlich anschließend gemeinsam mit Mama große Portionen verputzen. Bis zum Essen waren sie über viele Stunden konzentriert und total begeistert bei der Arbeit. Es hat allen so viel Freude gemacht. Und geschmeckt hat’s auch! Ich konnte grade noch eine Portion Spaghetti mit Tomatensauce und ein paar gefüllte Nudeln mit Butter und Salbei für meinen Mann zum Abendessen retten 😉

Und zu Fotos der gefüllten Nudeln auf dem Teller bin ich gar nicht gekommen, so schnell waren sie aufgegessen! Alle Kinder fanden sie mit Butter und Salbei besonders lecker!

Hier das Rezept für4 Portionen:

Nudelteig:
300g Mehl (habe einfaches Mehl Type 405 genommen), 2 Eier, 4 Eigelbe, 1/3TL Salz

Füllung:
300g TK Spinat, aufgetaut und gut ausgedrückt, 200g Ricotta, 1/2TL Salz, Pfeffer, etwas frisch geriebene Muskatnuss, 100g frisch geriebener Parmesan, 2 Eigelbe

1 Eiweiß zum Bestreichen, 80g Butter, 2 Handvoll Salbeiblätter, frisch geriebenen Parmesan

Aus den Zutaten für den Nudelteig kneten. Es dauert, bis er glatt und elastisch ist. Das übernimmt meist mein Mann 😉
Bitte Geduld haben und nichts weiter hinzufügen! Dann in Folie wickeln und ca. 1 Stunde ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Parmesan reiben, den Spinat grob hacken und alle Zutaten für die Füllung gut vermischen. Dann den Teig in 3 Teile teilen und bis zur letzten Stufe immer wieder durch die Nudelmaschine drehen (oder auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu dünnen Platten ausrollen.) Normalerweise würde ich mit einer Tasse oder einem Glas Kreise ausstechen. Mid den Kindern habe ich die Teigstreifen in ca. 5-6 cm breite Streifen geschnitten. Dann etwas Füllung jeweils auf die eine Hälfte der Streifen platzieren, dabei einen Rand von mindestens 1/2cm lassen und mit Eiweiß bepinseln. Die Streifen zuklappen und den Rand mit einer Gabel rundum zudrücken. Die ausgestochenen Kreise werden genauso auf der einen Hälfte befüllt, der Rand mit Eiweiß bepinselt, dann die andere Hälfte drüber geklappt und die komplette Rundung mit der Gabel zugedrückt.

Kinder-Pasta-Schule bei Babette2

Gekocht werden die gefüllten Nudeln in leicht gesalzenem Wasser ca. 4-5 Minuten. Die Salbeiblätter in zerlassener Butter anbraten und alles über die gefüllten Nudeln verteilen. Parmesan nach Wunsch drüber streuen und soooofort aufessen 😉

Für die Spaghetti wird der Nudelteig auch erst bis zur vorletzten oder letzten Stufe der Nudelmaschine durchgedreht und anschließend nochmal durch den Spaghetti-Aufsatz. Wir haben sie dann noch einmal durchgeschnitten und auf ein Gestell zum trocknen ausgelegt. Sie werden anschließend nur ganz kurz (2-3 Minuten) gekocht.
Dazu habe ich eine Tomatensauce aus frischen Tomaten mit etwas fein gehackter Schalotte, Knoblauch, Olivenöl und Thymian gekocht. Am Tisch hat jeder zur Pastasauce ganz viel frisches Basilikum und Parmesan drüber gestreut.

Selbstgemachte Spaghetti mit einer Sauce aus frischen Tomaten mit viel Basilikum

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Kurzurlaub in der Jugendherberge

12 Aug

Abendstimmung vor der Jugendherberge Bad Kreuznach

Ein paar Tage mit raus, mit Freundin und deren Kindern, in einer Jugendherberge, mit viel Natur und Barfuss wandern, dazu wurde ich eingeladen. Und nahm mit Freuden an!
In einer Jugendherberge habe ich vielleicht zweimal in meinem Leben, mit 16 oder 17 Jahren, übernachtet.
Trotzdem konnte ich mich sofort wieder daran erinnern. An den Pfefferminz- und Früchtetee, der immer kostenlos zur Verfügung stand, die doppelstöckigen Betten, den Speiseraum, bei dem man all das benutzte Geschirr und Besteck brav erst grob säubern und dann in die passenden Behältnisse sortieren „durfte“, den Sportplatz, die Tischtennisplatten, Billardtisch, Spielzimmer. Alles gibt’s noch genau so wie früher.

Jugendherberge Bad Kreuznach

Das Essen allerdings war schon anders als früher. Da ich sehr auf’s Essen achte, hab ich dazu auch nen großen Bericht:
Zum Frühstück gab’s ein Buffet. Brötchen, verschiedene Wurst- und Käsesorten, aber auch Obst, Quark, Joghurt, Müsli, ja sogar frisch gebackenen Kuchen konnte man sich nehmen. Dazu Tee, Kaffee und Saft.

Jugendherberge Bad Kreuznach Frühstück

Das Abendessen haben wir auch einmal ausprobiert. Es gab Gulasch mit Knödeln und selbst gemachtem Rotkohl. Wirklich lecker. Auch Sonderwünsche, wie bei uns eine Portion vegetarisch, bei einer anderen Gruppe Reibekuchen mit Apfelmus, bei der nächsten Wurst-/Käse-Vesper wurden berücksichtigt. Wir wurden morgens gefragt, welches Gemüse gerne gegessen wird, bekamen eine riesige Portion Gemüsegulasch, mit Zucchini und Kartoffeln in einer frisch gemachten, leckeren Tomatensauce. Dazu gab’s als Vorspeise ein Salatbuffet mit selbstgemachten Salatsaucen und zum Nachtisch Vanillepudding.
Alles in allem wirklich sehr lecker und mehr als genug!

Die Herbergsmutter war immer nett und gut gelaunt und zu Späßen aufgelegt, ebenso das Personal.
Das viele Kinderlachen, Kinderschreien, Kinderweinen, das Gewusel, das Geschrei der Eltern oder des Aufsichtspersonals, das alles war kein Stress für mich, die ich keine eigenen Kinder habe, sondern hat mich richtig begeistert. Es war schön, zuzuschauen, wie sich die Eltern ohne Stress mal auf ner Bank setzten, weil sie wussten, hier können die Kinder einfach mal auch alleine was unternehmen, wie sich jung und alt unterhielten (es war auch ein älteres Ehepaar alleine dort), wie die Teenies mit ihren Eltern Billard spielten und wie sich abends die Erwachsenen an der Kellerbar auf ein Glas Nahewein oder Bier trafen.
Ich hab’s genossen.

Schön war auch, mit unseren zwei Kindern in einem Zimmer in Stockbetten zu übernachten, Kinder oben, Erwachsene unten, ohne Diskussion, alle glücklich!
Es war kurz, aber es hat Spaß gemacht! Und ich werde das sicher, ob mit Geldproblemen oder ohne, mal wieder machen!

Abendstimmung vor der Jugendherberge Bad Kreuznach 2